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Gewinnmaximierung

Gewinnmaximierung

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Aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht stellt die Gewinnmaximierung eines der zentralen Ziele jedes Unternehmens dar. Wir haben zusätzliche Background-Infos rund um dieses volkswirtschaftliche Thema für dich zusammengestellt.

Gewinnmaximierung
 Gewinnmaximierung

Definition der Gewinnmaximierung

Der Gewinn ergibt sich als Differenz von Umsatzerlösen und angefallenen Kosten (Gewinn= UE – Kosten). Werden die gesamten Kosten vom gesamten Umsatz abgezogen und ist das Resultat eine positive Zahl, so wurde Gewinn erzielt. Die Maximierung des Gewinns kann somit durch zwei Faktoren beeinflusst werden:

  • Umsatzsteigerung
  • Kostenreduktion

Das bedeutet konkret, dass Unternehmen einerseits versuchen können, den eigenen Umsatz zu steigern, in dem die Menge der verkauften Stücke gesteigert oder der Preis pro Stück erhöht wird. Andererseits kann die Kostenseite optimiert werden, um den zweiten Faktor, der ebenso den Gewinn beeinflusst, zu verbessern.

Die logische Folge dieser Definition ist, dass Unternehmen einerseits bemüht sind, den Umsatz zu steigern und gleichzeitig auch versuchen müssen, die Kosten zu reduzieren.
Diese Vorgehensweise kann zu Zielkonflikten führen, wenn sie auf die Spitze getrieben wird. Ein vereinfachtes Beispiel dafür ist, wenn einem Sales-Mitarbeiter gesagt wird, dass er mehr Stück zu einem teureren Preis (= maximale Umsatzsteigerung) verkaufen muss – und gleichzeitig werden Kosten reduziert und der Mitarbeiter muss sich sein Büro zukünftig mit drei anderen Personen teilen.
Die einfache Formel der Gewinnmaximierung stößt also dort an ihre Grenzen, wo Persönlichkeiten und Emotionen berücksichtigt werden.

Gewinnmaximierung im Monopol

In einem typischen Markt, auf dem sich verschiedene Anbieterinnen und Anbieter bewegen, ändern sich Preis und angebotene Menge praktisch laufend.

Stell Dir ein einfaches Beispiel vor:

Es gibt verschiedene Läden, die in Konkurrenz zueinander stehen. Einer der Läden startet einen Sommerschlussverkauf, die Zahl der verkauften Stücke steigt bei ihm und sinkt in anderen Läden. Dafür liegt bei ihm auch der Preis pro Stück niedriger. Andere Läden ziehen womöglich nach und verändern ebenso ihre Preise – was sich wieder auf die verkauften Stücke aller Marktteilnehmer auswirkt. Du siehst, ein solcher, typischer Markt ist durch Konkurrenz geprägt und ändert sich ständig.

In einem Monopol ist die Lage anders. Hier gilt die Formel: Gewinn = Erlöse minus der Kostenfunktion (G= E – K), denn im Monopol gibt es einen beherrschenden Anbieter. Dieser Monopolist kann seinen Gewinn so lange steigern, bis die Erlöse (genauer gesagt der sogenannte „Grenzerlös“ oder GE) größer oder gleich groß ist, wie die Grenzkosten (GK).

Ein einfaches Beispiel:

Wenn es nur einen Anbieter für ein bestimmtes Medikament gibt, so kann dieser Anbieter seinen Gewinn so lange steigern, wie der Gewinn pro Stück zumindest minimal höher ist, als die Kosten pro Stück.

Grund für diese einfache Logik ist, dass im Monopol die Vormachtstellung so gegeben ist, dass andere Marktteilnehmer vernachlässigt werden können.

Gewinnmaximierung im Gleichgewicht

Anders als im Monopol verläuft die Gewinnmaximierung im Gleichgewicht. Mit dieser Formulierung ist eine Marktsituation der sogenannten „vollkommenen“ Konkurrenz gemeint. Das bedeutet, dass es zahlreiche Anbieterinnen und Anbieter gibt und gleichzeitig die Kundinnen und Kunden alle Informationen über die verschiedenen Angebote vorliegen haben.

In dieser Situation können neue Teilnehmer den Markt zwar betreten, jedoch haben sie keinen direkten Vorteil gegenüber bestehenden Anbietern. Vielmehr bieten sie schlichtweg ihre Leistung an und werden dafür bezahlt. Der Gewinn des Unternehmers liegt in der Theorie somit bei null, er kann gerade seine Kosten decken.

Anzumerken ist, dass es sich bei dieser Theorie selbstverständlich nur um eine hypothetische Situation handelt, die in der Realität kaum anzutreffen ist. Alleine schon, da vorausgesetzt wird, dass alle Informationen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Markt uneingeschränkt zur Verfügung stehen und dadurch beispielsweise auch keine innovativeren neuen Anbieter etabliert werden können.

Kurzfristige und langfristige Gewinnmaximierung

Grundsätzlich kann zwischen kurzfristiger und langfristiger Maximierung von Gewinn unterschieden werden. Welche Unterschiede hier bestehen, zeigen wir Dir nachstehend, ohne zu sehr in mikroökonomische Details einzusteigen.

Kurzfristige Gewinnmaximierung

Bei der kurzfristigen Gewinnmaximierung gehen wir davon aus, dass es Faktoren gibt, die konstant bleiben, während andere variabel sind. Ein gleichbleibender Faktor kann etwa die momentan zu zahlende Leasingrate für einen Fuhrpark sein, während die Kosten für Benzin je nach Autonutzung variabel sind.

Es gibt also eine fixe und eine variable Position, was die Kosten betrifft. Nun ist es nötig zu prüfen, wie viele Mitarbeiter wirklich gebraucht werden, um die gewünschte Produktionsmenge zu erreichen und wie hoch die optimale Produktionsmenge liegt.

Das Ergebnis der kurzfristigen Gewinnmaximierung ist somit die ideale Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ideale Produktionsmenge und den maximal erzielbaren Preis zu finden. Dort, wo sich diese Schnittmenge ergibt, liegt das kurzfristige Optimum des Unternehmens.

Langfristige Gewinnmaximierung

Während du bei der kurzfristigen Gewinnmaximierung einen variablen und einen fixen Faktor hattest, sind bei der langfristigen Gewinnmaximierung nun alle Faktoren variabel. Real bedeutet das, dass der Gestaltungsspielraum für das Unternehmen größer wird.
Aus mikroökonomischer Sicht ist es möglich, die gesamte Berechnung anhand komplizierter Formeln abzubilden. Wir möchten hier jedoch lieber den praktischen Hintergrund der langfristigen Gewinnmaximierung erklären.

Zuerst betrachtest du die Bestandteile deines Produktes. Diese sind einzelne, variable Kosten deiner Produktion. Den Kosten steht erzielbarer Output gegenüber und anhand der variablen Kosten und des berechenbaren Outputs ermittelst du nun die für dein Unternehmen theoretisch ideale Produktionsmenge, bei der dein Gewinn langfristig maximal ist. Beachte in diese Überlegungen stets, dass deine Produktionskosten durch jedes weitere Stück sinken können – der sogenannte Skaleneffekt kommt hier zu tragen. Parallel dazu kann volkswirtschaftlich angenommen werden, dass je nach Marktsituation mehr Produkte am Markt zu einem ebenso sinkenden Preis führen. Dementsprechend wichtig ist es, den Schnittpunkt der optimalen Menge zu finden, bei dem der Grenzerlös positiv und der Gewinn maximal ist.

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Fazit zur Gewinnmaximierung

Die Gewinnmaximierung kann kurzfristig und langfristig betrachtet werden. Volkswirtschaftliche Formeln klingen nicht nur ziemlich kompliziert, sondern die praktische Anwendung für dein Unternehmen ist mit Vorsicht zu genießen. Es sind diverse Annahmen zu treffen und Unsicherheiten, wie etwa unvorhersehbare Probleme in der Produktion, verändertes Verhalten von Wettbewerbern oder dynamische Märkte generell, die in der statischen Berechnung nicht wirklich effektiv abgebildet werden können.

Unser Fazit:

Mikroökonomisch beeindruckend und für alle Unternehmerinnen und Unternehmer eine Berechnung wert, wenngleich auch praktisch nicht 1:1 umsetzbar und nutzbar. Kämpf dich durch und versuche die Berechnung für dein Unternehmen!

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