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Kreditor

Was ist ein Kreditor?

Ein Kreditor ist ein Unternehmen, das dir Produkte liefert oder Dienstleistungen erbringt. Dieser Leistungserbringer (z.B. Zulieferer oder Agenturen) schickt dir eine Rechnung für das, was du bekommen hast. Im Finanzjargon wird der Kreditor auch als Gläubiger bezeichnet. Du selbst, als Empfänger der Rechnung, bist der Debitor oder anders gesagt, der Schuldner. Kreditoren können auch Banken sein, die deinem Unternehmen einen Kredit geben.

Unterschied Kreditor vs. Debitor

In der Praxis werden in der Regel Lieferanten als Kreditoren bezeichnet. Der Kreditor liefert Waren oder Dienstleistungen gegen Rechnung an seine Kunden, die damit Schuldner sind. Dieser Schuldner wird nach der Definition auch als Debitor bezeichnet und stellt somit das Gegenstück zum Kreditor dar. Zwischen diesen beiden besteht der Unterschied darin, dass es verschiedene Richtungen bezüglich der Stellung einer Forderung gibt.

Nachfolgend der wichtigste Unterschied auf einen Blick:

Kreditor Debitor
Erbringt Leistungen oder Lieferungen gegen Rechnungsstellung. Diese werden erst zu einem vereinbarten Zahlungstermin vom Leistungsempfänger, dem Debitor, beglichen.  Der Debitor kauft gegen Rechnung Leistungen oder Lieferungen und bezahlt diese später zum vereinbarten Zahlungsziel dem Leistungserbringer, dem Kreditor.

Der Unterschied zwischen Kreditor und Debitor kann auch ganz einfach mit der Drei-K-Regel beschrieben werden. Diese lautet: Kreditoren sind keine Kunden.

Wenn du an deine Kunden Produkte oder Leistungen verkaufst, trittst auch du selbst als Kreditor auf.

Debitorische Kreditoren

Ein "debitorischer Kreditor" tritt ein, wenn eine Person oder Firma, die normalerweise dein Gläubiger ist (also jemand, dem du Geld schuldest), ausnahmsweise in der Rolle eines Schuldners ist. Das bedeutet, du hast eine offene Forderung gegen diese Firma oder Person. Ein einfaches Beispiel: Stell dir vor, du bestellst regelmäßig Material von einem Lieferanten und bezahlst dafür. Wenn nun dieser Lieferant aus irgendeinem Grund dir Geld schuldet, vielleicht wegen einer Rückerstattung oder einer Gutschrift, wird er zu einem debitorischen Kreditor. In deiner Buchhaltung taucht er dann sowohl unter den Verbindlichkeiten (als Kreditor) als auch unter den Forderungen (als Debitor) auf.

Erstellst du für dein Unternehmen einen Jahresabschluss, dann musst du das sogenannte Saldierungsverbot beachten. Das bedeutet, dass Kreditoren mit Überzahlungen, sogenannte debitorische Kreditoren, nicht bei den Verbindlichkeiten als schuldenmindernd ausgewiesen werden dürfen. In deinem Kreditorenkonto musst du diese deshalb beim Jahresabschluss als sonstige Forderungen umgliedern. In der Bilanz müssen sie von dir als Guthaben ausgewiesen werden.

Welche Risiken hat der Kreditor?

Als Kreditor musst du fast immer mit dem Risiko leben, dass dein Kunde seine Rechnung nicht pünktlich bezahlt. Doch dies ist leider öfter der Fall, als dir als Unternehmer lieb ist und deshalb gehören folgende Faktoren zu den größten Risiken:

  • Zu späte Zahlung nicht innerhalb vom vereinbarten Zahlungsziel.
  • Rechnung wird nur teilweise vom Debitor beglichen.
  • Es kommt zu einem kompletten Zahlungsausfall, beispielsweise durch Insolvenz vom Kunden.

Wie kann der Kreditor sich absichern?

Als Kreditor hast du mehrere Möglichkeiten, dich gegen die oben genannten Risiken abzusichern. Folgende Möglichkeiten zur Absicherung stehen dir zur Verfügung:

  • Eigentumsvorbehalt: Diese Möglichkeit der Absicherung ist wohl mit das wichtigste Rechtsmittel, welches dir zur Verfügung steht. Bis der Kunde seine Ware oder Leistung nicht vollständig bezahlt hat, bleibt diese in deinem Besitz.
  • Skonto: Willst du, dass der Schuldner schnell bezahlt, kannst du einen Abzug beim Rechnungsbetrag anbieten. Zahlt der Kunde die Rechnung innerhalb von wenigen Tagen, räumst du ihm Skonto ein.
  • Lieferantenkredit: Stellst du fest, dass dein Kunde eine gute Bonität hat, kannst du mit ihm auch einen sogenannten Lieferantenkredit vereinbaren. Das bedeutet, dass du deinem Kunden ein Zahlungsziel von 90 Tagen anbietest. Als Sicherheit kannst du hier immer noch auf den Eigentumsvorbehalt setzen.

Kreditorenrechnung – was ist das eigentlich?

Wenn du etwas kaufst oder eine Dienstleistung in Anspruch nimmst, schickt dir der Lieferant oder Dienstleister (dein Kreditor) eine Rechnung. Das ist die Kreditorenrechnung. Oder andersrum: Wenn du Lieferant oder Dienstleister bist, schickst du so eine Rechnung an deine Kunden (Debitoren).

Diese Rechnung kann als wiederkehrende Rechnung regelmäßig für laufende Dienstleistungen kommen oder auch nur einmalig für eine spezielle Bestellung. Wenn’s um eine bestimmte Bestellung geht, sollte die Rechnung auch darauf Bezug nehmen.

Das Kreditorenziel bzw. die Kreditorenlaufzeit

Die Kreditorenlaufzeit, auch Kreditorenziel genannt, ist die Zeit zwischen dem Erhalt einer Rechnung und dem Tag, an dem du sie bezahlst. Sie ist ein wichtiger Maßstab in deinem Unternehmen. Ihr Gegenstück, die Debitorenlaufzeit, zeigt, wie schnell deine Kunden bezahlen.

Für dein Unternehmen ist es ideal, wenn du schneller Geld von deinen Kunden (Debitoren) erhältst, als du es an deine Lieferanten (Kreditoren) zahlst. Das bedeutet, die Debitorenlaufzeit sollte kürzer sein als die Kreditorenlaufzeit. So verbesserst du die Liquidität deines Unternehmens.

Die Kreditorenlaufzeit kannst du berechnen, indem du deine Schulden aus Waren und Dienstleistungen durch deine Materialkosten teilst und das Ergebnis mit 365 multiplizierst. Dies gibt dir einen guten Überblick über deine Zahlungsfähigkeit und hilft dir dabei, deine Finanzen besser zu managen.

Kreditorenbuchhaltung: Warum kreditorisch buchen?

Innerhalb deines Unternehmens stellt die Kreditorenbuchhaltung eine wichtige Unterabteilung der Finanzbuchhaltung dar. Das kreditorische Buchen stellt innerhalb der Kreditorenbuchhaltung eine wichtige Aufgabe dar. Bei jeder kreditorischen Eingangsrechnung wird der Rechnungsbetrag auf dem Kreditorenkonto als Verbindlichkeit verbucht. Dies ist wichtig, denn damit kannst du immer den Rechnungsbetrag und die Umsatzsteuer genau aufspalten.

Tipp:

Überdies ist die Kreditorenbuchhaltung ein Controlling-Instrument, welches dir immer genau sagen kann, wie es um die wirtschaftliche Lage deines Unternehmens steht. Dies betrifft vor allem den Anteil der offenen Forderungen.

Die Aufgaben der Kreditorenbuchhaltung

Die Kreditorenbuchhaltung hat einige Aufgaben zu erfüllen. Zu den wichtigsten Themen gehört dabei die Bearbeitung aller eingehenden Rechnungen. Das Gegenteil der Kreditorenbuchhaltung ist die Debitorenbuchhaltung. Es gilt hier nicht nur ein Sachkonto oder Sammelkonto anzulegen und einen bestimmten Buchungssatz zu verwenden. Folgende Aufgaben gehören zur Kreditorenbuchhaltung:

Noch mehr Details dazu bekommst du in unserem Detailartikel zur Kreditorenbuchhaltung.

Was sind die Vor- und Nachteile der Kreditorenbuchhaltung?

Die Kreditorenbuchhaltung lohnt sich für dich vor allem dann, wenn du viele Eingangsrechnungen hast. In der heutigen Zeit ist es üblich, dass du diese Buchhaltung mit einem Rechnungsprogramm elektronisch machst, was viele der Aufgaben erleichtert. Allerdings gibt es nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile, welche eine Kreditorenbuchhaltung mit sich bringt.

Vorteile Kreditorenbuchhaltung Nachteile Kreditorenbuchhaltung
  • Vereinfachung vom Liquiditätsmanagement
  • Bessere Übersicht aller Zahlungsfristen und Skonti
  • Zeitersparnis und Kostenersparnis bei Freigabe von Rechnungen
  • Auswertungen über Wirtschaftlichkeit und Liquidität lassen sich einfach erstellen

Mögliche Aufblähung der Buchhaltung insgesamt. Zu jedem Geschäftsvorfall müssen zwei Buchungssätze erstellt werden: einer beim Rechnungseingang und einer bei der Bezahlung.

Tipp:

Den Aufwand der Kreditorenbuchhaltung kannst du mit einer modernen Buchhaltungssoftware wie sevdesk sehr gering halten. Du brauchst hier einfach nur deine Belege (wie Rechnungen) zu erfassen und die Software kümmert sich um die richtigen Buchungssätze.

Wo findest du Kreditoren in deiner Bilanz?

In deiner Bilanz tauchen Kreditoren als Schulden bzw. Verbindlichkeiten auf. Das sind die Beträge, die du noch bezahlen musst, weil du Leistungen oder Waren auf Kredit bekommen hast. Du kannst sie dem Fremdkapital zuordnen.

Zum Verständnis: Eine Bilanz besteht aus Aktiva und Passiva. Die Aktiv-Seite zeigt Positionen wie Forderungen, also Geld, das dir andere schulden. Auf der Passiv-Seite findest du Verbindlichkeiten, also Geld, das du anderen schuldest – hier stehen die Kreditoren. Sie sind Teil deiner Schulden, weil du noch für Leistungen oder Produkte bezahlen musst und gehören zum Umlaufvermögen deines Unternehmens.

Es gibt jedoch einen Spezialfall: debitorische Kreditoren. Diese werden auf der Aktiv-Seite verzeichnet, da der Kreditor in diesem Fall noch Geld schuldet.

Fazit

In der Buchhaltung bezeichnest du einen Lieferanten als Kreditor. Ein Kreditor bezieht Leistungen oder Waren gegen Rechnung, welche aber erst später beglichen wird. Wird ein Lieferantenkredit in Anspruch genommen, so wird aus dem Lieferanten ein Gläubiger. Das Gegenstück zu den Kreditoren sind die Debitoren. Der Unterschied lässt sich aber aufgrund der Drei-K-Regel leicht erklären. Diese lautet schlicht, Kreditoren sind keine Kunden. Ein Kreditor muss aber immer mit dem Risiko leben, dass seine Lieferung oder seine Leistung nicht, zu spät oder nicht vollständig bezahlt wird. Zum Schutz gegen diese Risiken dient vor allem der Eigentumsvorbehalt.

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