Checkliste: Wie melde ich ein Gewerbe an?

Träumst du auch davon, dein eigener Chef zu sein, dich selbst zu verwirklichen und selbstbestimmt zu arbeiten? Selbstständige genießen so einige Vorteile, doch auf dem Weg dorthin warten viele Herausforderungen.

Egal ob Freiberufler oder Gewerbetreibender – am Behördengang kommen Gründer nicht vorbei. Die Gewerbeanmeldung stellt für viele Existenzgründer die erste Hürde in die Selbstständigkeit dar. Aber wie melde ich eigentlich ein Gewerbe an? Und wer muss ein Gewerbe anmelden? Wo melde ich ein Gewerbe an – Finanzamt, Ordnungsamt oder Gewerbeamt? Ab wann muss ich ein Gewerbe anmelden? Unzählige Fragen kommen den Gründern auf… Wir klären die wichtigsten Fragen rund um das Thema Gewerbeanmeldung und helfen dir beim Ausfüllen der Formulare.

Gewerbebetreibender oder Freiberufler – Wer muss ein Gewerbe anmelden?

Die bürokratischen Hürden sind nicht für alle Gründer gleich. Wer regelmäßig und dauerhaft auf eigene Rechnung und Verantwortung arbeitet mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, betreibt ein Gewerbe. Gemäß §14 der Gewerbeordnung ist jeder Selbstständige dazu verpflichtet, seine gewerbliche Tätigkeit auch anzuzeigen. Hiervon ausgenommen sind Freiberufler, Wissenschaftler und Tätigkeiten in der Land- und Forstwirtschaft.

Freiberufler benötigen keine Gewerbeanmeldung, das heißt, sie müssen bei der Gemeinde oder ihrer Stadt keinen Gewerbeschein beantragen. Grund dafür ist: Tätigkeiten in einem freien Beruf unterliegen keiner Gewerbeverordnung.

Doch wer zählt nun zu den Freiberuflern und wer nicht? Im §18 des Einkommenssteuergesetzes ist die Freiberuflichkeit klar definiert. Folgende selbstständig ausgeübte Tätigkeiten zählen demnach zu den freien Berufen: Künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende, erziehende und wissenschaftliche Tätigkeiten. Das Finanzamt unterscheidet hierbei Katalogberufe, katalogähnliche Berufe und Tätigkeitsberufe.

Katalogberufe werden in Hauptgruppen unterteilt. So zählen zu den Katalogberufen Heilberufe und pädagogische Berufe, Kultur- und Kunstberufe, steuer-, rechts- und wirtschaftsberatende Berufe sowie technische und naturwissenschaftliche Berufe. In der nachfolgenden Tabelle findest du die häufigsten freien Berufe:

Wer ist Freiberufler?

Gewerbe anmelden: Besonderheiten und Grauzonen

Freiberufler müssen nicht zwingend eine festgeschriebene Berufsbezeichnung mit sich tragen. Ein Redakteur muss beispielsweise nicht unbedingt ein Journalismus-Studium abgeschlossen haben. Kann aber trotzdem in einer Print- oder Online-Redaktion arbeiten. Seine genaue Berufsbezeichnung muss also nicht seiner eigentlichen Arbeit entsprechen.

Vorsicht ist geboten, wenn sich deine Tätigkeit aus einem Teil freiberuflicher (zum Beispiel Programmierer) und einem Teil gewerblicher Tätigkeit (zum Beispiel Handel mit Hardware) zusammensetzt: Hier kann die gewerbliche Tätigkeit dazu führen, dass auf alle Einkünfte die Gewerbesteuer anfällt. Um der sogenannten einheitlichen Gewerbebesteuerung zu entgehen, müssen die Bereiche strikt getrennt werden, beispielsweise durch getrennte Bankkonten, aber auch durch räumliche Trennungen, getrennte Lagerung von Waren, Büromaterialien und so weiter.

Bei Künstlern und Designern nimmt sich das Finanzamt das Recht heraus, selbst zu beurteilen, wann der notwendige künstlerische Grad erreicht ist. Es gibt hier einige Grauzonen: Beispielsweise gilt man als Illustrator als Freiberufler, als Webdesigner in der Regel jedoch nicht. Es ist also nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich, ob man nun als Freiberufler gilt oder nicht.

Wer sich nicht sicher ist, ob es sich bei der eigenen Tätigkeit um einen anerkannten freien Beruf oder doch einen Gewerbebetrieb handelt, der sollte direkt beim Finanzamt nachfragen. Das Finanzamt entscheidet letztendlich darüber, ob die Tätigkeit den Merkmalen eines freien Berufes oder eines Gewerbes entspricht. Weitere Anlaufstellen sind Berufsverbände oder die IHK.

Vorteile für Freiberufler

Die freiberufliche Tätigkeit bringt einige Vorteile mit sich. Diese kommen besonders dann zur Geltung, wenn ein Gewerbetreibender gewisse Gewinn- oder Umsatzgrenzen überschreitet. Unabhängig vom Jahresumsatz und dem erzielten Gewinn dürfen Freiberufler ihren Gewinn auf Basis der einfachen Einnahmeüberschussrechnung ermitteln und brauchen keine doppelte Buchführung. Als Freiberufler zahlt man zudem keine Gewerbesteuer und die Mitgliedschaft bei der Industrie- und Handelskammer ist im Gegensatz zu Gewerbetreibenden nicht verpflichtend.

Wie mache ich mich als Freiberufler selbstständig?

Auch wenn man als Freiberufler kein Gewerbe anmelden muss, ist man dazu verpflichtet, sich beim Finanzamt anzumelden, sobald man eine freiberufliche Tätigkeit aufnimmt. Jeder Gründer, egal ob Gewerbetreibender oder Freiberufler, muss dem Finanzamt mitteilen, ab wann er welche Tätigkeit in welchem Umfang ausführen wird. Als Freiberufler kannst du also die Gewerbeanmeldung einfach überspringen.

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Urproduktion ohne Gewerbeschein

Neben den freien Berufen gibt es eine weitere Gruppe von Unternehmern, die keinen Gewerbeschein beantragen müssen. Dazu gehören land- oder forstwirtschaftliche Berufe sowie Tätigkeiten in der Fischerei und im Bergbau. Diese Berufe gehören zur sogenannten Urproduktion. Genau wie bei den freien Berufen ist hier zwar keine Gewerbeanmeldung, aber dennoch eine Anmeldung beim Finanzamt nötig.

Kleingewerbe anmelden – was muss ich beachten?

Bevor du ein Gewerbe anmeldest, solltest du nicht nur zwischen Gewerbe und Freiberufler unterscheiden, sondern auch, ob Gewerbe oder Kleingewerbe.

Was ist ein Kleingewerbe?

Der Kleingewerbebetreibende ist kein Kaufmann. Dadurch ist er von einigen Bestimmungen und Regelungen zum Start und während der Selbstständigkeit befreit. Das wiederum vereinfacht dem Kleingewerbebetreibenden sein Unternehmertum.

Zu einem Gewerbe zählt jede eigenverantwortliche sowie unternehmerische Tätigkeit. Hierzu gehören vor allem Industrie- und Handwerksbetriebe, sowie die meisten Dienstleister.

Die Vorteile eines Kleingewerbes

Entscheidest du dich dafür, ein Kleingewerbe als Nebengewerbe anzumelden, profitierst du von einigen Vorteilen des Kleingewerbes. Grundsätzlich gehst du weniger Risiken ein als ein Gründer mit Hauptgewerbe, der alles auf eine Karte setzt. Viele Menschen, entscheiden sich zunächst für ein Nebengewerbe, da sie mit ihrer hauptberuflichen Tätigkeit immer noch ein sicheres Standbein haben. Dadurch bietet sich die Möglichkeit das Nebengewerbe so weit auszubauen, dass es als Hauptgewerbe betrieben werden kann. Außerdem bist du so noch über den Hauptarbeitgeber sozialversichert und musst in der Regel nicht zu einer privaten Krankenversicherung wechseln.

Gerade junge Eltern nutzen die Möglichkeiten eines Kleingewerbes. So können sie flexibel und in Teilzeit arbeiten – es bleibt also genügend Zeit für das Kind und die Familie. Aber auch Studenten oder Rentner profitieren von dem Betreiben eines Kleingewerbes. Deren Lebenssituation lässt ein Hauptgewerbe nur schwer zu, daher können sie sich durch ein Nebengewerbe ein kleines Einkommen sichern.

Ein großer Vorteil des Kleingewerbes ist, dass du keine Bücher führen musst. Dadurch sparst du dir die doppelte kaufmännische Buchführung, du musst keine Bilanz erstellen, bist zu keiner Inventur verpflichtet und dir bleibt das Veröffentlichen des Jahresabschlusses erspart.

Als Kleingewerbetreibender bist du grundsätzlich umsatzsteuerpflichtig. Hier kommt es häufig zur Verwechslung von Kleingewerbe und Kleinunternehmen.

Kleingewerbe und Kleinunternehmer

Kleingewerbe und Kleinunternehmen werden öfters gleichgesetzt, allerdings bezeichnen sie ganz unterschiedliche Sachverhalte. Betreiber eines Kleingewerbes sind aufgrund ihres Geschäftsumfang keine Kaufleute im Sinne des HGB (Handelsgesetzbuch). Sie müssen sich nicht ins Handelsregister eintragen lassen, doppelt Bücher führen oder eine Bilanz erstellen.

Kleinunternehmer hingegen können laut Umsatzsteuergesetz Gewerbetreibende, Selbstständige, Freiberufler sowie Land- und Forstwirt sein. Jedoch gilt die Voraussetzung, dass deren Vorjahresumsatz nicht über 17.500€ liegt und im laufenden Jahr nicht mehr als 50.000€ beträgt.

Kurz gesagt: Alle Kleinunternehmer (umsatzsteuerpflichtig), die ein Gewerbe betreiben, sind Kleingewerbetreibende. Alle Kleingewerbetreibende allerdings sind keineswegs gleichzeitig auch Kleinunternehmer.

Die Gewerbeanmeldung – so geht’s!

Für Gründer, die ein Gewerbe betreiben wollen, führt der Weg zunächst zum Gewerbeamt ihrer Gemeinde. Wenn du kein Freiberufler bist, kommst du wie bereits erwähnt an der Gewerbeanmeldung nicht vorbei. Folgende Fragen stellen sich Gründer häufig, wenn sie ein Gewerbe anmelden wollen:

  • Wann muss ich ein Gewerbe anmelden?
  • Wo melde ich ein Gewerbe an?
  • Wie sollte ich mich vorbereiten?
  • Welche Angaben sind bei der Gewerbeanmeldung nötig?
  • Welche Kosten entstehen bei der Gewerbeanmeldung?
  • Wie lange dauert es, ein Gewerbe anzumelden?
  • Was ist nach der Gewerbeanmeldung zu tun?

Die Voraussetzung – wann muss ich ein Gewerbe anmelden?

Du hast den Entschluss gefasst ein Gewerbe zu gründen. Du bist weder Freiberufler, noch Kleingewerbebetreiber – den Weg zum Gewerbeamt kannst du also nicht umgehen. Ein Gewerbe musst du dann anmelden, wenn du einer selbstständigen gewerblichen Tätigkeit nachgehst. Gewerblich heißt, dass du die Tätigkeit selbstständig, regelmäßig und auf Gewinnerzielung ausgerichtet ausübst.

Wo melde ich ein Gewerbe an?

Wer ein Gewerbe anmelden möchte, muss dies durch Beantragung eines Gewerbescheines beim Gewerbeamt in seiner Kommune tun. Dieses ist meistens in der Stadt-, Gemeinde- oder Kreisverwaltung ansässig. In größeren Städten findet sich das Gewerbeamt oft in den Orts- und Bezirksämtern. Mit dem Ausstellen des Gewerbescheins wird allen zuständigen Stellen und Behörden die Anmeldung des Gewerbes mitgeteilt, darunter das Finanzamt, die zuständige Berufsgenossenschaft, die IHK oder HWK, das Amtsgericht und das Gewerbeaufrichtsamt.

Behördenwegweise

Welches Gewerbeamt für dich zuständig ist, findest du ganz leicht mit dem BMWi Behördenwegweiser heraus.

Persönlich, schriftlich oder online?

Es ist nicht immer notwendig, dass das Gewerbeamt vom Gründer persönlich aufgesucht wird. Je nach Gewerbeamt ist auch ein schriftlicher Antrag möglich. Immer mehr Gewerbeämter bieten außerdem die auszufüllenden Unterlagen und Anträge online an. Die vollständige Gewerbeanmeldung kann aber in der Regel nicht online durchgeführt werden, da eine persönliche Unterschrift nötig ist. Alternativ kann aber auch eine bevollmächtigte Person den Behördengang übernehmen. Es macht in jedem Fall Sinn, den Antrag schon Zuhause auszufüllen, um beim Gewerbeamt Zeit zu sparen.

Welche Genehmigungen und Nachweise sind erforderlich?

Du solltest dich im Voraus unbedingt über die Branche und deren Anforderungen informieren, zum Beispiel bei dem entsprechenden Branchenverband und/oder der Kammer. Je nach Gewerbezweig sind bestimmte Nachweise, Dokumente oder Genehmigungen erforderlich. Auch diese Dokumente stehen in der Regel online zur Verfügung.

Der An- und Verkauf von hochwertigen Konsumgütern sowie Partnervermittlungen, Kfz-Händler oder Reisebüros sind beispielsweise überwachungsbedürftige Gewerbe (Vertrauensgewerbe), was zur Folge hat, dass die Zuverlässigkeit des Gewerbetreibenden überprüft wird, wofür ein polizeiliches Führungszeugnis und ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister vorzulegen ist.

Erlaubnispflichtig sind außerdem Apotheken, Makler- oder Anlageberatertätigkeiten, Spielhallen, Fahrschulen, Privatklinken, Pflegedienste, Handel mit Tieren, Waffen oder Sprengstoffen, aber auch viele Handwerksberufe. Eine vollständige Liste der erlaubnispflichtigen Tätigkeiten stellt zum Beispiel die IHK Berlin zur Verfügung.

Anleitung: Wie fülle ich den Gewerbeantrag aus?

Das Formular zur Gewerbeanmeldung findest du online auf der Seite deiner Gemeinde. Den Antrag kannst du in der Regel als PDF herunterladen und anschließend einfach am PC ausfüllen und ausdrucken. Folgende Punkte sind bei dem Gewerbeantrag auszufüllen:

  • Zunächst sind Name und Rechtsform einzutragen. Bei einer GbR müssen die Namen aller Gesellschafter eingetragen werden.
  • Bei einem vorhandenen Handelsregistriereintrag (z.B. bei UG oder GmbH) müssen Ort und Nummer des Registriereintrags angegeben werden.
  • Es folgen persönliche Angaben wie Name, Adresse, Geburtsort und so weiter.
  • Nun sind die Angaben über dein Unternehmen einzutragen.
  • Bei Personengesellschaften ist die Zahl der geschäftsführenden Gesellschafter, bei Kapitalgesellschaften die Zahl der juristischen Vertreter einzutragen.
  • Kontaktdaten zur Betriebsstätte und zu weiteren Niederlassungen müssen angegeben werden.
  • Im Feld „Angemeldete Tätigkeit“ solltest du möglichst genau beschreiben, welche Aktivitäten dein Unternehmen hauptsächlich durchführen wird.
  • Des Weiteren sind die Zahl der Beschäftigten und der Grund für die Gewerbeanmeldung anzugeben.

Welche Unterlagen benötige ich zur Anmeldung?

Beim Gang zum Gewerbeamt solltest du folgende Unterlagen unbedingt dabei haben, damit das Formular zur Gewerbeanmeldung schnell ausgefüllt wird:

  • Einen gültigen Personalausweis oder Reisepass
  • Eine Aufenthaltsgenehmigung mit einer Erlaubnis, selbstständige gewerbliche Tätigkeiten auszuführen, falls du nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt
  • Je nach Tätigkeit eine Erlaubnis oder Genehmigung (s.o.)
  • Eine Handwerkskarte, falls du einen Handwerksbetrieb gründen möchtest
  • Eine Gewerbekarte für die Gründung eines handwerksähnlichen Betriebs
  • Einen Handelsregisterauszug, falls dein Unternehmen im Handelsregister eingetragen ist
  • Zehn bis 65 Euro für die Gewerbeanmeldung (je nach Gemeinde)

Wenn du alle erforderlichen Dokumente parat hast, kann die Anmeldung beim Gewerbeamt in einer viertel Stunde erledigt sein. Das Gewerbeamt prüft deine Unterlagen auf Vollständigkeit und Richtigkeit und wenn alles passt, erhältst du deinen Gewerbeschein in der Regel in nur wenigen Arbeitstagen.

Was kostet ein Gewerbeschein?

Die Kosten für deinen Gewerbeschein fallen je nach Gemeinde unterschiedlich aus. Die Rechtsform deines Gewerbes spielt bei den Kosten keine Rolle. Für die Ausstellung des Scheins wird eine Bearbeitungsgebühr anfallen. Diese liegt zwischen 15€ und 65€. Eine Anmeldung in Berlin kann beispielsweise per Online-Anmeldung 15€ kosten. Meldest du das Gewerbe vor Ort an, kann eine Gebühr von 26€ anfallen. Leider kannst du diese Gebühr nicht umgehen und jeder, der ein Gewerbe anmeldet muss sie zahlen. Allerdings sind die Kosten in Deutschland vergleichsweise gering. Ein Gewerbeschein in Österreich kann sogar über 100€ kosten.

Gewerbeanmeldung – und dann?

Die Gewerbeanmeldung ist der erste Schritt in die Selbstständigkeit – aber natürlich nicht der Letzte. Es folgen weitere, wie zum Beispiel die steuerliche Erfassung beim Finanzamt und die Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft. Außerdem solltest du dich bei der Bundesagentur für Arbeit melden, falls du aus der Arbeitslosigkeit heraus gründest oder Mitarbeiter einstellen möchtest. Welche Ämter für dich von Bedeutung sind, findest du ebenfalls mit Hilfe des BMWi Behördenwegweisers heraus.

Muss ich mich beim Finanzamt melden?

Du hast deinen Gewerbeschein in der Tasche oder bist Freiberufler und hast die Gewerbeanmeldung übersprungen? Der nächste Schritt ist in beiden Fällen die Anmeldung beim Finanzamt durch das Ausfüllen des Formulars zur steuerrechtlichen Erfassung. Wenn du ein Gewerbe anmeldest, wird dir der Fragebogen einfach zugesendet; als Freiberufler kannst du diesen beim Finanzamt beantragen oder online herunterladen.

Im Formular zur steuerrechtlichen Erfassung gibst du unter anderem an, ab wann du welche Tätigkeit in welchem Umfang ausführen wirst und welche Einkünfte zunächst erwartet werden. Das ist für das Finanzamt vor allem erforderlich, um beurteilen zu können, ob eine Befreiung der Umsatzsteuer im Rahmen der Kleinunternehmerregelung nach §19 UStG möglich ist, für die Festlegung einer Einkommenssteuer und gegebenenfalls für eine Gewerbesteuervorauszahlung.

Nach der Anmeldung beim Finanzamt bekommst du, wenn du nicht von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machst, eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer zugeteilt. Diese wird dann beispielsweise auf Rechnungen oder auch im Impressum der Webseite angegeben. Wenn du zu den Kleinunternehmern zählst, erhältst du eine normale Steuernummer, die du nur für den Kontakt mit dem Finanzamt benötigst und nicht im Rahmen des geschäftlichen Verkehrs angibst.

Wie fülle ich den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung aus?

Das Formular zur steuerlichen Erfassung mit seinen acht Seiten schreckt viele angehende Selbstständige zunächst einmal ab. Aber keine Panik. Mit unseren Tipps lässt es sich recht einfach ausfüllen.

Zunächst trägst du deine Steuernummer auf allen acht Seiten des Formulars ein. Wenn du noch keine hast, kannst du diese Felder einfach offen lassen.Wie fülle ich das Formular aus?

Das Bundesministerium der Finanzen stellt Gründern Formulare und detaillierte Ausfüllhilfen zur Verfügung. Du kannst dir aber auch einfach diesen Beitrag lesen, in dem alle acht Punkte nochmal ausführlich erklärt werden.

Nach einigen Wochen erhältst du ein Schreiben vom Finanzamt, in dem auch deine neue Steuernummer für die Rechnungsstellung enthalten ist. Somit bist du vollständig beim Finanzamt erfasst und kannst dich jetzt voll und ganz auf deine Selbstständigkeit konzentrieren.

Peter Sutter

Head of Marketing und bei den neusten Marketingstrends up to date. Peter kennt die Kunden von sevDesk genau und weiß daher um die Bedürfnisse von kleinen Unternehmen. Auf unserem Blog teilt er sein Wissen mit dir!

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